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Klatsch & Tratsch mit Krawallo · Episode

Folge 1 - Der Start

17. Juni 202611:38 Min
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Shownotes

Folge 1 – Wie alles anfing

In der ersten Folge von „Klatsch und Tratsch mit Krawallo“ erzählt Krawallo, wie aus einer einmaligen Notlösung über 15 Jahre Familienrock’n’Roll und mehr als 1000 Auftritte wurden. Humorvoll, ehrlich und herrlich direkt blickt er auf seine musikalischen Anfänge zurück: Blockflöte, klassische Gitarre, Fußballplatz, die erste Band, Lernen ohne YouTube und den ersten Auftritt mit kaputter Lederhose. Eine persönliche Reise zu den Wurzeln von Krawallo – echt, laut und ehrlich.

Blogartikel zur Folge

Krawallo startet: Wie aus einer Notlösung 15 Jahre Bühne wurden

In der ersten Folge von „Klatsch & Tratsch mit Krawallo“ geht es um den Start: Wie aus einer Notlösung über 1000 Auftritte und 15 Jahre wurden. Dazu erzählt Krawallo von den ersten musikalischen Schritten und einem unvergesslichen Bühnenmoment.

Die Bühne ist das Zuhause, Musik die Leidenschaft – seit über 30 Jahren. In „Klatsch & Tratsch mit Krawallo“ blickt Krawallo auf den eigenen Weg zurück: wie aus einer einmaligen Notlösung viele Jahre wurden, warum familientaugliche Musik keine Kindermusik ist und welche Absonderlichkeiten das Leben als Spielmann bereithält.

Worum es im Podcast geht – und wer Krawallo ist

Krawallo ist vielen als „Krawallo Familienrock’n’Roll“ bekannt. Der Name steht für ein Konzept, das er so sonst kaum irgendwo wahrnimmt: Er macht keine klassische Kindermusik, sondern Musik, die familientauglich ist. Die Texte sollen Kinder ansprechen, ohne Eltern zu nerven – im besten Fall unterhalten sie beide gemeinsam.

Der Podcast ist als Erzählraum gedacht: über den Start, über Erlebnisse auf und neben der Bühne und über Geschichten, die sich über viele Jahre angesammelt haben. Gleichzeitig fällt eine Zwischenbilanz: 15 Jahre Krawallo werden gerade mit verschiedenen Aktionen gefeiert – und ein Ende ist nicht absehbar.

30 Jahre Musik – und die klassische Grundlage aus dem Elternhaus

Musik spielt bei Krawallo nicht erst seit dem Jubiläum eine zentrale Rolle. Er macht seit über 30 Jahren Musik – freiwillig und mit großer Leidenschaft. Den Grundstein legten seine Eltern auf klassischem Weg: musikalische Früherziehung mit Blockflöte und später klassischer Gitarrenunterricht mit Nylonsaiten. So konnte er irgendwann sogar vierstimmige Etüden spielen.

Auch wenn er heute sagt, dass er davon auf der Bühne nichts direkt verwenden kann, bleibt die Wertschätzung: Zeit, Geld und Fahrerei seiner Eltern waren keine Selbstverständlichkeit. Diese Erfahrung hat er später an die eigenen Söhne weitergegeben – mit derselben Erkenntnis: Entscheidend ist der Moment, in dem es „klick“ macht und echte Lust am Instrument entsteht.

Zwischen Bolzplatz und Üben: Zwei Welten, ein Alltag

In der Jugend stand Krawallo lange zwischen Fußball und Musik. Praktisch sah das so aus: Fußball war jederzeit, Musik einmal pro Woche – immer dann, wenn Unterricht war. Viele freie Minuten gingen auf dem Ascheplatz drauf, inklusive sehr konkreter Nebenwirkung: Zu Hause gab es eine Kellertür, vor der Waschmaschine wurde sich umgezogen, und die zweite Waschmaschine war irgendwann nur noch für die Fußballkleidung zuständig.

  • Musik: regelmäßiger Unterricht, klassische Grundlagen
  • Alltag: viel Bolzplatz, wenig zusätzliche Übezeit
  • Ergebnis: musikalisches Fundament, aber der eigentliche „Bühnenbezug“ kam später

Der Einstieg in die erste Band: E-Gitarre, Verstärker und Learning by Doing

Der Einstieg in die Bandwelt kam in der Schule, etwa in der 8. Jahrgangsstufe. In der Klasse bildete sich eine Band, und es wurde klar kommuniziert: Mit E-Gitarre und Verstärker gäbe es eine Chance, vorzuspielen und Teil der Gruppe zu werden. Obwohl niemand so richtig wusste, was „Vorspielen“ überhaupt bedeutet, war das Ziel gesetzt.

Die Lösung war pragmatisch: Der Vater fuhr los, die Mutter gab ihr Okay – E-Gitarre und Verstärker wurden gekauft. Wie genau anfangs ein Ton herauskam, wirkt rückblickend fast rätselhaft. Doch die Richtung stimmte: Es ging ums Machen, nicht ums Perfekte.

Ohne Tutorials: Wie Songs früher gelernt wurden

Was heute selbstverständlich ist, gab es damals nicht: keine Video-Tutorials, keine schnellen Online-Erklärungen, keine unmittelbaren Hilfen. Das Lernen funktionierte über Hören, Nachspielen und gegenseitiges Zeigen – das eigene „YouTube“ bestand aus Play-Taste, Pause und Geduld.

  1. Song hören und Abschnitt für Abschnitt nachspielen
  2. Fingerings ausprobieren, bis es passt
  3. Wissen in der Band weitergeben – oder sich etwas zeigen lassen

Als besonders einprägsame Abkürzung beschreibt Krawallo eine Szene aus einer ausgeliehenen Videokassette von „Back to the Future“: Beim Gitarrenintro von „Johnny B. Goode“ wurde die Stelle immer wieder angespult, fünf Sekunden auf die Finger geschaut, gestoppt und zurückgespult. Stundenlang – bis das Intro saß. Für die Band war das der große Einstieg: Sie konnten ein Rock’n’Roll-Intro spielen.

Die „Aged Art Band“ und der Sänger, den man nicht sah

Die erste Band hieß „Aged Art Band“ – über den Namen wird lieber nicht weiter gesprochen. Musikalisch gab es aber eine Besonderheit: Der Sänger war richtig gut und gleichzeitig Schlagzeuger. Dazu kam der vorpubertäre Zustand ohne Stimmbruch und die Tatsache, dass er damals noch recht klein war. Das führte zu einem unerwarteten Effekt bei Auftritten: Das Publikum hörte starken Gesang, sah aber vorne keinen Sänger.

Für Krawallo wurde das zu einer wiederkehrenden Herausforderung: vorne auf der Bühne – ohne Mikrofon – erklären zu müssen, dass nichts „fake“ ist. Der Gesang kam tatsächlich von hinten, vom Schlagzeug aus. Rückblickend zeigt sich: Der damalige Sänger wurde später offenbar Musikproduzent und sehr erfolgreich – Talent war also früh erkennbar.

Der erste Auftritt: Kirschblütenfest, Bühnenangst und eine kaputte Lederhose

Der erste Auftritt war ein Scheideweg: durchziehen oder aufgeben. Es war Samstagmorgen beim Kirschblütenfest in Enger, mit wenigen Besuchern, aber einer Chance für Nachwuchsbands. Wie so oft in jungen Bands spielte Optik eine große Rolle – manchmal größer als das Üben. Krawallo trug eine braune Lederhose, die er von seinem Onkel geliehen oder bekommen hatte.

Kurz vor dem Auftritt kam die Panne: Der Reißverschluss der Lederhose ging kaputt. Quasi „nahezu entblößt“, soweit das in dem Alter eben möglich ist, ging es trotzdem auf die Bühne. Die Gitarre wurde so platziert, dass nichts zu sehen war – allerdings um den Preis, sich kaum bewegen zu können. Das Ergebnis ist sogar auf Video festgehalten, doch Krawallo hat es sich nach eigener Aussage nur einmal angesehen und beschlossen, es nie wieder zu tun.

Bühnenoutfits später: Kilt und die falsche Blickrichtung im Publikum

Einige Jahre später gab es eine ähnliche Erfahrung mit besonderer Kleidung: Auftritte im Kilt. Dabei wunderte sich ein späterer Sänger, warum die Leute nicht vor dem Sänger standen, sondern eher außen beim Bassisten. Die Erklärung lag nahe: Das Outfit lenkte Aufmerksamkeit, und die Frage stand im Raum, was genau da getragen wird – und ob „drunter“ etwas ist. Krawallo lässt offen, wie es war, betont aber, dass er es konsequent durchgezogen hat.

Damit endet die erste Folge mit einem Ausblick: Es gibt weitere Geschichten, mehr Rückblicke und mehr „Klatsch & Tratsch mit Krawallo“ – bald in den nächsten Episoden.

FAQ

Macht Krawallo Kindermusik?

Nein. Er macht familientaugliche Musik, die Kinder anspricht und Eltern nicht nerven soll.

Seit wann macht Krawallo Musik?

Seit über 30 Jahren; gleichzeitig werden 15 Jahre Krawallo aktuell als Jubiläum gefeiert.

Wie hat Krawallo Gitarre spielen gelernt, bevor es Tutorials gab?

Durch Hören, Nachspielen und gegenseitiges Zeigen in der Band – teils sogar per Videokassette mit Stop-and-Go.

Was war das Besondere an der ersten Band?

Der Sänger war gleichzeitig Schlagzeuger und saß hinten – das Publikum hörte Gesang, sah aber vorne keinen Sänger.

Was passierte beim ersten Auftritt?

Beim Kirschblütenfest in Enger ging der Reißverschluss der Lederhose kaputt – der Auftritt wurde trotzdem durchgezogen.